Plasma TV Technik

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Während herkömmliche Fernsehgeräte bis vor einigen Jahren mit einer Kathodenstrahlröhre arbeiteten, die das Bild auf eine phosphorbeschichtete Glasscheibe projiziert, besteht ein Plasma TV-Gerät im Wesentlichen aus zwei dicht aufeinanderliegenden Glasscheiben. Zwischen den Scheiben sitzt für jeden Bildpunkt (Pixel) eine mit Xenongas gefüllte Zelle. In der vorderen Glasscheibe sitzen außerdem transparente Elektroden, in der hinteren Scheibe verschiedenfarbige Phosphorschichten.

Werden nun die Elektroden unter Spannung gesetzt, entstehen kleine Entladungen, die eine ultraviolette Strahlung freisetzen. Die Strahlung trifft auf die Phosphorschichten und bringt diese – je nach Höhe der angelegten Spannung – dazu, rotes, blaues oder grünes Licht auszusenden. Das Licht wird dann reflektiert und tritt durch die vordere Glasscheibe sichtbar aus. Dieser Vorgang läuft für jeden einzelnen Bildpunkt des Displays separat ab. In ihrer Gesamtheit sorgen die Pixel damit für ein sichtbares Bild.

Von den alten Röhrenfernsehgeräten kennt man den Effekt des Bildflimmerns. Dieses Flimmern entsteht, weil die Bildpunkte in einer schnellen Abfolge zum Leuchten und wieder Erlöschen gebracht werden, um das Bild zu erzeugen. Durch dieses schnelle Wechselspiel von Licht und Schatten ermüden die Augen auf Dauer zunehmend. Bei einem Plasma TV kommt dieser Effekt nicht zum tragen. Sobald er eingeschaltet wird, erhellen sich alle Bildpunkte gleichzeitig und verändern fortan bis zum Ausschalten des Gerätes nur noch ihre Farben. Dadurch kann erst gar kein Flimmern entstehen und das Bild bleibt stets ruhig.

Hinzu kommt, dass bei einem Röhrenbildschirm die Frontscheibe im Betrieb schwach elektrisch aufgeladen ist, was zur Folge hat, dass kleinste Staubteilchen regelrecht weggeschleudert werden und in die Augen des Betrachters fliegen. Das Resultat kennt man als gerötete Augen, wenn man einige Stunden relativ nahe vor einem Röhrenmonitor oder -fernseher saß.

Der große Vorteil eines Plasma TV ist also das ruhige, flimmerfreie Bild. Hinzu kommt, dass ein Plasma-Bildschirm ein wesentlich schärferes Bild erzeugen kann, als es ein Röhrenbildschirm je könnte. Außerdem kann das Bild absolut flach und plan gehalten werden, so dass auch in den Ecken des Bildschirms keine störenden Verzerrungen und Reflexionen entstehen können.